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 Gildenvorstellung

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Rose
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BeitragThema: Gildenvorstellung   Di Dez 06, 2016 8:46 am


Gildenvorstellung: Praxeum 'Dantooines Vermächtnis'



Das Intro: Rückkehr

Die Luftschleuse klemmte etwas und quietschte infolge dessen, als sie sich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder mit einem Zischen öffnete und den schwach beleuchteten Raum dahinter freigab. Die Luft war abgestanden, verbraucht, aber dennoch hatte sie anteilsmäßig noch immer genug Sauerstoff um ohne Probleme atmen zu können. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die Schleuse weit genug geöffnet war, damit die zwei verhüllten Personen aus der schmalen Andockbucht heraustreten konnten und sich im Inneren des Schiffes vorfanden.

„Darum kümmern wir uns zuerst, Padawan...“ Der große Mann drehte sich um und blickte zu einer jungen Frau, die nur wenige Schritte hinter ihm aus der Luftschleuse trat. Für einen Moment verstummte der Mann, als würde ihm ein neuer Gedanke durch den Kopf schießen, und schüttelte mit einem leichten Lachen seinen Kopf. „… sobald wir die Generatoren aktiviert haben und das Schiff nicht nur mit Notstrom läuft, du hast recht. Es ist sehr lange her, dass ich zuletzt durch diese Hallen schritt. Ich muss zugeben, dass es mich mit Freude erfüllt, endlich wieder hier zu sein.“ Der Jedi griff zu seinem Lichtschwert, welches an einer Halterung seines massiven Gürtels befestigt war. Er hob es ein Stück an und platzierte das Heft vor seinem Oberkörper, bevor es mit dem ihm wohlbekannten Klang gezündet wurde und der gesamte Raum in ein violettes Licht getaucht wurde. Die Schatten tanzten zu beiden Seiten der zwei Jedi, als sie durch den Korridor liefen und der Blick über die schwach beleuchteten Terminals und Rettungskapseln wanderte.

„Ihr habt viel von diesem Ort erzählt, Meister, doch ihn in Wirklichkeit zu sehen übertrifft alles, was ich mir aufgrund eurer Geschichten vorgestellt habe...“ Der Blick des Padawans schweifte von Ort zu Ort, verweilte nirgends allzu lange und Caellach war sich sicher, dass sie sich in diesem Moment mindestens ein Paar Augen mehr gewünscht hätte. Zeitweise ging sie sogar ein Stück rückwärts, um sich nach Möglichkeit alles genauestens einzuprägen. Doch abgesehen von den kurzen Sätzen, die beide miteinander wechselten, und dem Klang der schweren Stiefel des Jedi auf dem stählernen Boden war es auf dem Schiff ungewöhnlich still. Zu still für seinen Geschmack. Die Klinge des Lichtschwerts warf lange Schatten zu beiden Seiten, als sie sich durch ein geöffnetes Schleusentor begaben und zum ersten mal in einer weitläufigeren Halle landeten.

„Wir müssen dort entlang, Padawan. Die anderen Wege führen uns nur auf die Brücke und zu einem der oberen Decks. Zu den Wartungsaufzügen und der Technikebene geht es allerdings über diesen Korridor. Mit etwas Glück reicht der Notstrom für den Aufzug, ansonsten müssen wir uns durch die Wartungstunnel begeben.“ Noch während er sprach deutete er mit seinem Lichtschwert nach links. Selbst in der Dunkelheit wusste er noch genau, wo er war.
All die Jahre, die er die Wege innerhalb des Praxeums beschritten hatte, ließen ihre Spuren.
Er war sich sicher, dass er selbst in völliger Dunkelheit jede Ecke gefunden hätte, ohne dabei ein einziges Mal die Orientierung zu verlieren. Ganz anders als es anfangs noch war.
Doch gab es hier immer jemanden, der ihm weitergeholfen hatte, sollte er wieder einmal den falschen Weg eingeschlagen haben. Er konnte sich immer auf die Hilfe der anderen Crewmitglieder verlassen, immer herrschte hier reges Treiben und eine kameradschaftliche Atmosphäre. Ganz im Gegensatz zu dieser verfluchten Stille…

Langsam näherten sich die beiden dem Aufzug. Nomenia beschleunigte ihre Schritte und stellte sich vor dem Tastenfeld des Aufzugs auf. Sie drückte ein paar der Knöpfe, doch es blieb still und keiner der Aufzüge rührte sich. „Meister, hier ist alles abgeschalten, aber das gehört vermutlich zu den Standardprotokollen. Ihr müsst euch also wohl oder Übel durch den Wartungstunnel quetschen." Er blickte zur Seite, vorbei an einer antiken Vase und der Stützsäule, die am Aufzugschacht stand und setzte sich wieder in Bewegung. „Ich habe so etwas bereits befürchtet. Geh mir doch einmal mit der Abdeckung des Wartungstunnels zur Hand, ich möchte nur ungern unsere Lichtquelle verlieren.“

Nomenia trat ein paar Schritte näher an ihn heran und als sie neben ihm war erhob er seinen rechten Arm und sie ihre beiden. Mit vereinten Kräften griffen beide mittels der Macht nach der Abdeckung und hoben sie aus ihren Angeln. Nicht, weil er es nicht allein geschafft hätte, sondern weil er es als eine weitere gute Übung erachtete. Die Macht bot viele Einsatzmöglichkeiten, und nur die Kreativen könnten die meisten von ihnen entdecken.
Und diese war, wie so viele andere auch, dazu bestimmt ihr zu zeigen, dass die Macht sie bei jeder Situation unterstützen könnte, wenn man weiß, wie man sie richtig einsetzt und nicht benutzt.

„Sehr schön, Padawan. Nun lass uns doch einmal sehen, ob wir dort unten nicht etwas ausrichten können...“Caellach deaktivierte mit einer kleinen Bewegung seines Daumens das Lichtschwert, da es ihm in dem engen Wartungsschacht zusächlich zu seiner Statur noch weiter behindert hätte. Außerdem, so dachte er zu sich, es sind nur Leitern, und um diese hinabzusteigen brauchte er das schwache Licht der Klinge nicht. Seine Augen wanderten zu Nomenia und er nickte in Richtung des geöffneten Wartungstunnels. Bleib dicht bei mir und versuche bitte nicht den Halt zu verlieren und auf mir zu landen, denn das darf nur ich, falls du dich erinnerst. Seine Augen mussten sich zwar noch erst an das wieder schwächere Licht gewöhnen, doch glaubte er ein leichtes Schmunzeln zu sehen. Ja, Meister, und selbst wenn ich den Halt verliere schaffe ich es sicher nicht einmal ansatzweise so anmutig wie ihr, hörte er ihre Stimme in seinem Kopf sagen. Er musste den Kopf leicht schütteln, dennoch galt es weiter zu gehen, und so drehte er sich vor dem Schacht um und kletterte in diesen rückwärts hinein. Mit der Zehenspitze tastete er einen Moment in die Dunkelheit, bis er die Sprosse der Leiter gefunden hatte und sein Gewicht auf diese verlagerte. Langsam begann er, Sprosse für Sprosse tiefer in den Rumpf des Praxeum zu klettern, während er dabei zuhörte, wie nur wenige Meter über ihm sein Padawan zu ihm aufschloss. Mehrere Minuten kletterte er hinab, schließlich mussten sie ein gutes Dutzend Decks durchqueren, bevor sie auf der Technikebene im unteren Drittel angekommen waren.
Im Wartungsschacht war es heiß, immerhin verliefen die Rohrleitungen für Wasser und Abwärme hier. Und die beklemmende, drückende Dunkelheit machte es in Verbindung mit der Enge des Raum nicht gerade luftiger. Und so war es Caellach nur recht, als er endlich den mit 'Technikebene - Zugang zum Generatorraum' beschrifteten Ausgang erreichte. Wir sind da, Padawan, darf ich schon einmal rausgehen, oder soll ich hier für den Fall warten, dass du abstürzt? Das leise Lachen von oberhalb war ihm Antwort genug und er drückte sich durch den Schacht bis er vor der selben Klappe stand wie sie auch oben als Abdeckung diente.
Er drückte sie mit beiden Händen aus der Halterung, drehte sich auf den Rücken und griff nach einer Kante am oberen Ende des Schachts. Mit einer flüssigen Bewegung zog er sich aus der beklemmenden Enge heraus und setzte beide Füße auf den Boden der Technikebene.

Er streckte sich kurz, als er hörte, wie Nomenia hinter ihm aus dem Schacht geklettert kam. „Nur keine Müdigkeit vorschützen, den schlimmsten Teil haben wir hinter uns. Nur noch ein paar Korridore liegen zwischen uns und unserem Ziel.“ Er griff wieder nach dem Lichtschwert und aktivierte es. Und so setzten sich die beiden wieder in Bewegung.

„Was glaubt ihr, Meister, wird es wie früher werden? Werden die Leute auf euren Ruf hin wieder zum Praxeum zurückkommen, nachdem uns das Abkommen mit Zakuul eigentlich noch immer daran hindert, irgendetwas zu unternehmen?“ Caellach zögerte einen Augenblick, bevor er ihr antwortete, denn er teilte ihre Bedenken. „Es ist gut möglich, Padawan...“ Er setzte eine kurze Pause ein, als er versuchte, die richtigen Worte zu finden. „Aber auch ich bin mir nicht sicher. Ich weiß nur, dass Zakuul in Aufruhr ist, nachdem Imperator Arcann verschwunden ist und sich uns demnächst keine bessere Chance bieten wird. Vielleicht wird das Abkommen einige abhalten, aber das darf es nicht. Wir Jedi dürfen uns nicht der Tyrannei unterwerfen, nur weil ein Dokument existiert, dass uns einen teuer bezahlten Frieden aufzwingt. Und auch wenn es viele aus dem hohen Rat anders sehen werden, so finde ich es noch immer besser, für die Freiheit der Republik zu kämpfen als für einen brüchigen Frieden ausgebeutet zu werden.“
Auf ihrem Weg streiften sie durch viele Gänge, die zu beiden Seiten abgingen, ein wahres Labyrinth aus Abzweigungen und Sackgassen. Doch kamen sie ihrem Ziel immer näher.
Die ersten Energiewandler waren an den Seiten der Wände angebracht und von ihnen führten die Leitungen zumeist nach oben, um die Decks über ihnen zu versorgen. „Ich glaube, ich weiß was ihr meint, Meister. Und egal wie viele wieder zurückkommen, wir schaffen es schon.
Zur Not müssen wir improvisieren, mittlerweile sind wir darin recht gut geworden...“

Endlich erreichten sie den Generatorraum und konnten für einen Augenblick durchatmen.
Der lange Weg war vorbei und sie waren in dem abgeriegelten Vorraum. Am anderen Ende konnte er die von Sicherheitsschoten verdeckten Fenster zum Hauptgenerator erkennen, und das Terminal davor war sein Ziel. „Ich hoffe doch, dieses Mal verläuft alles nach Plan.
Bei Generatoren möchte ich nur ungern ohne einen Technikexperten improvisieren.“
Der Jedi stellte das Lichtschwert mit dem Knauf auf den breiten Rand des Terminals, aktivierte dieses und begann eifrig mit seinen Eingaben.

„Ich hoffe, dass eure Zugangsdaten noch funktionieren, Meister, denn das wäre mal wieder typisch für uns, vor allem nach der langen Reise hierher.“ Caellach drehte sich für einen Moment um und betrachtete seinen Padawan, wie sie auf einer der Frachtkisten platz nahm und die Beine übereinander schlug. Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen wie der Balken fertig geladen hatte und ein neues Dialogfeld aufging, welchem er sich prompt widmete. Er setzte zur Antwort an, doch es war mehr ein gemurmelter Monolog. „Das war nur einmal, Nomenia, es ist zudem ewig her und du wirst es mir doch wohl hoffentlich nicht ewig vorhalten...“
Seine Benutzerkennung und die Sicherheitscodes passten noch immer, und als er seinen Befehl bestätigte begann im Hintergrund das Brummen der Generatoren zu ertönen.
Als die Energiezufuhr wiederhergestellt war aktivierten sich auch die Lichter, sodass er sein Lichtschwert wieder zu sich nahm, deaktivierte und am Gürtel befestigte.

„Ich hoffe, dass wird dich lehren, niemals an deinem Meister zu zweifeln.“ Er stand von seinem Stuhl auf und bedeutete Nomenia mit einer kleinen Kopfbewegung, ihm zu folgen. Augenblicklich zog sie die Beine an den Körper und stellte sich auf die Kiste. Mit einem Salto gefolgt von einer spielerischen Verbeugung folgte sie Caellach. „Angeberin… Aber es sah gut aus, also lasse ich es ausnahmsweise durchgehen. Dort drüben ist ein Holoterminal, mit dem sollten wir unsere Nachricht verschicken können. Ich hoffe, du kannst soetwas bedienen?“

Sie eilte an ihm vorbei und stellte sich zu dem Eingabefeld des Projektors. „Es ist ein älteres Modell, aber ja, im Grunde genommen ist es sehr einfach. Sollen wir anfangen?“ Caellach stellte sich ein paar Schritte entfernt von ihr auf, um genau zu sein in dem Bereich, der aufgezeichnet werden würde. Er zog die Robe ein wenig zurecht, schlug die Kapuze in den Nacken und räusperte sich, bevor er Nomenia signalisierte, dass sie die Aufzeichnung beginnen konnte.
Mit klarer Stimme trug er den Text vor, über den er sich schon seit Wochen den Kopf zerbrochen hatte.

„Hier spricht Meister Caellach Haulvarn auf der Notfallfrequenz des Jediordens...“



Zuletzt von Rose am Fr Dez 15, 2017 7:06 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Gildenvorstellung   Di Dez 06, 2016 8:52 am


Die Geschichte des Praxeums

Das Praxeumsschiff ‘Dantooines Vermächtnis‘ wurde in Folge des Vertrags von Coruscant in Auftrag gegeben. Die Fertigstellung und den ersten Einsatz erlebte sie kurz vor dem Ende der Schreckenskriege, im Rahmen einiger Einsätze im imperialen Raum, um eine genauere Unersuchung von Oricon zu ermöglichen. Wegen dem aufkeimenden Konflikt mit den Revanitern wurde dieser Auftrag jedoch schnell eingestellt, als sich das Praxeum dem Flottenverbund um Großmeisterin Satele Shan anschloss. In der Schlacht von Rishi jedoch wurde das Praxeum in Folge der Sabotage durch Feindbeschuss schwer beschädigt, bevor das Einsatzteam am Boden den Störsender zerstören konnte, was im Anschluss darauf zu einer mehrmonatigen Reparaturarbeit am republikanischen Flottensammelpunkt führte. Mit dem Aufstieg des ewigen Imperiums jedoch wurde, aufgrund der Kampfhandlungen, das Praxeum auf eine Notbesatzung reduziert, bis es aufgrund des Rüstungsbegrenzungsabkommens nahe eines unwirtlichen, unbewohnten Planeten abgestellt und vorrübergehend stillgelegt wurde. Die aktuelle Situation nutzend hat der Rat des Praxeums nun beschlossen, den Betrieb wieder aufzunehmen und sich einem eventuellen Kampf anzuschließen.
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